Mainzer Heinz Meloth erhält „Best Ager Award“

Mainz – Eine durchaus besondere Ehrung wurde jetzt Heinz Meloth aus Mainz zuteil: dem 64-Jährigen wurde der „Best Ager Award“ in der Kategorie Generation 50+ verliehen. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen des jüngsten „Soul@Work Kongress“ im Kloster Eberbach (Rheingau). Veranstalter ist die Initiative „Stark wie Bambus“ (Taunusstein). Sie setzt sich unter anderem für mehr Wertschätzung von Menschen am Arbeitsplatz ein und versucht, psychischen Erkrankungen von Mitarbeiter entgegen zu wirken.

Meloths Motto sei „Vollgas statt Ruhestand“, sagte Leichtathletik-Olympiasiegerin Heike Drechsler in ihrer Laudatio. Mit seiner bundesweiten Tätigkeit als Inspirator, Coach und Vortragsredner zeige er insbesondere auch älteren Menschen realistische Wege zum Erfolg auf.

Dritte Karriere

Heinz Meloth hat eine erfolgreiche Manager-Karriere hinter sich. Zuletzt war er 17 Jahre Vorstand eines Global Players im Maschinenbau. Mit dem anschließenden Ruhestand (mit 58 Jahren) wollte und will sich das Energiebündel jedoch nicht abfinden. Sein Ziel: bis zum 75sten Lebensjahr zu arbeiten. Folglich startete Meloth mit 60 Jahren seine „dritte Karriere“. Gestärkt durch Coaching-Ausbildungen an europäischen und US-amerikanischen Universitäten (insbesondere in puncto Sozialkompetenzen), agiert er heute nicht zuletzt als Experte für strategische Geschäftsentwicklung. Hier und in all seinen Coachings sowie Vorträgen lässt Meloth seinen aktuellen Leitsatz einfließen: „Ein Drittel weniger für ein Drittel besser“ – es ist sein Plädoyer für den „Kampf gegen den Zuvielismus“.

Ressource Alter nicht verschwenden

Der „Best Ager“ predigt ein aktives Älterwerden und hält nichts von einer Verrentung vor dem 65sten Lebensjahr. Meloth wörtlich: „Allerdings nicht, um seitens des Staates größere Summen anderweitig investieren zu können, sondern weil die Menschen immer Ziele und Aufgaben brauchen.“ Deutschland, insbesondere die Wirtschaft, müsse sich ernsthaft überlegen, ob man weiterhin so oberflächlich mit seiner Ressource Alter umgehen wolle. Meloth verwies in diesem Zusammenhang auf eine Studie mehrerer Forschungseinrichtungen in Berlin, darunter die Humboldt-Universität, die Charite-Universitätsmedizin und das Max-Planck-Institut. Darin hätten die Wissenschaftler festgestellt, dass die heute 75-Jährigen geistig erheblicher fitter seien als die gleiche Altersgruppe 20 Jahre zuvor. Als Ursachen wurden unter anderem ein besseres Bildungsniveau und eine höhere körperliche Fitness genannt.

Foto: Sergio Sandretto