Geht es Ihnen auch so wie vielen Menschen, dass sie sich vor dem Jahreswechsel etwas vornehmen und es dann trotzdem in neun Jahr nicht erreichen?

In einer Untersuchung habe ich festgestellt, dass 50 % aller guten Vorsätze nach der ersten Woche schon vergessen sind, weitere 25 % bleiben nur noch zwei Wochen präsent… das heißt ab der dritten Woche sind nur noch ganz wenige Vorsätze vorhanden – nur 10 % existieren auch nach vier Wochen und 5 % erreichen, -wenn überhaupt- ihr Ziel.

Die Klassiker-Themen für gute Vorsätze zum Jahreswechsel sind: Abnehmen, weniger rauchen, weniger Alkohol und generell gesünder erleben. Die Verhinderer für die Umsetzung bestehen darin, dass bei den Menschen, die sich etwas vornehmen, die Ernsthaftigkeit zur Realisierung dieser Vorsätze nicht wirklich vorhanden ist. Die eigentlichen Verhinderer, sind unsere Gewohnheiten und unsere Routinen, die binden uns fest, so dass wir immer wieder in alte Muster zurückfallen und die neuen Vorsätze nicht mit entsprechend Nachhaltigkeit verfolgen. Dazu kommen noch, dass oft auch  zu große Ziel gesetzt werden, wie zum Beispiel: zehn Kilo Übergewicht in drei Wochen zu verlieren – das funktioniert nie! Genauso wenig funktionieren wenig attraktive Ziele. Sich quälen ist ein absolutes Kellerkriterium – es muss Spaß machen sonst gibt es auf Dauer wenig Erfolgs-Chancen, weil der Frust überragt und zum Verhinderer wird. Demotivation führt eben nicht zum gewünschten Ergebnis!

Wenn sie sicher sein wollen, dass sie gemäß dem Jahres-End-Prinzip, ihre guten Vorsätze erreichen, dann setzen sie sich doch erreichbare, lustige Ziele, wie zum Beispiel:

  • einmal im Jahr ins Fitnesscenter fahren und sehen wer reingeht und wer herauskommt oder
  • kein Geld mehr für Zigaretten ausgeben sondern nur noch von anderen ‚abstauben‘
  • genauso wenig gefährdet sind sie, wenn sie sich vornehmen kein Geld für nutzlose Dinge auszugeben nur noch für unsinnige
  • das sicherste Ziel was sie sich vornehmen können und dann auch erreichen ist, dass sie auf der Autobahn nicht schneller als 320 km/h fahren

Ein wirkliches Erfolgskonzept besteht darin, dass sie eine Vision haben wie sie ihr Leben besser gestalten wollen. Eine Vision die langfristig ausgelegt, ihnen immer klar vor ihren Augen ist und am besten in einer schriftlichen oder bildhaften Dokumentation niedergelegt ist. Dieses Dokument verwahren sie an einem Ort, an den sie immer wieder gerne  zurück kommen und sich neue Kraft tanken um ihre Ziele zu erreichen.

Stellen sich immer wieder das Ende vor, wie es ihnen geht, wie sie sich fühlen, wenn sie das Ziel erreicht haben. Freuen sie sich darauf und nutzen sie die daraus resultieren Motivation. Gehen sie dann behutsam und stetig voran, schrittweise kleine Ziele, eines nach dem anderen realisieren und setzen sie langfristig ihre Vission um!

Beziehen sie ihre Gewohnheiten mit ein, ändern sie die Gewohnheiten die ihnen nicht hilfreich sind, vernichten sie die Killer-Gewohnheiten, die sie sabotieren. Achten sie darauf, dass neue Gewohnheiten entstehen, die wesentlich zu ihrer Ziel-Erreichung beitragen.

Kontrollieren sie statistisch Ihren Erfolg, schreiben sie ein Erfolgs-Tagebuch, notieren sie jeden Tag was ihnen gut gelungen ist und was ihnen dabei geholfen hat. Geben sie nie auf! Beziehen sie eventuelle Ausrutscher und Kontrollverluste in ihren Überlegungen mit ein, die kommen vor… Wenn sie einmal ‚von der Straße abgekommen sind‘, heißt das nicht, dass sie nicht wieder zurückkommen können. Fangen sie einfach wieder neu an, bzw. machen sie einfach dort weiter wo sie unterbrochen haben – geben sie nicht einfach auf!!!

Ja – Immer wieder weitermachen ist eine der wichtigsten Regeln, einfach an dem Punkt fortfahren wo sie aufgehört haben – egal welches Zwischenspiel stattgefunden hat und sie aus der Bahn werfen wollte – Widerstehen sie der inneren Stimme, die sie zum Aufgeben auffordert. Bleiben sie dran…

Geben Sie sich selbst Erfolgs-Bestätigungen und erzählen sie Anderen von ihren erreichten Erfolgen (auch wie sie die Ausrutscher bekämpfen und überwinden) das wird ihnen Komplimente bringen, die sie auchwiederum  bestärken zum Weiterzumachen.

Ein Drittel weniger für ein Drittel besserVerfolgen sie doch generell die Formel: Ein Drittel weniger für ein drittel besser, die gilt für das ganze Jahr. Überlegen sie genau, welches Drittel eines bestimmten Lebensbereiches sie hinter sich lassen wollen, schreiben sie eine NOT-To Do-Liste und notieren sie das Drittel von dem sie sich keinen Erfolg versprechen – lassen sie dies in Zukunft einfach weg.

Definieren sie, welches Drittel eines bestimmten Lebensbereiches, sie besser haben wollen und wie genau es sich anfühlt wenn sie dann viel besser auf der Straße Lebens unterwegs sind. Jetzt kommen zwei ganz wichtige Hinweise zum Vorgehen:

  1. Nehmen sie sich diesbezüglich nur zwei wichtige Dinge am Tag vor, die sie umsetzen -nicht mehr- und stellen sie sicher dass sie jeden Tag diese zwei wichtigen Dinge auch erledigt haben, bevor sie schlafen gehen! Dann wissen sie schon am Anfang des Jahres, dass dieses Jahr erfolgreich wird, wenn sie das durchhalten. Denn dann haben sie im Jahr 730 wichtige Dinge erledigt.
  2. Nutzen Sie die 5 × 3 Regeln, wenn sie etwas ändern wollen, z. B. mit dem Rauchen aufhören. Beginnen Sie mit

3 Stunden – und wenn sie 3 Stunden geschafft haben, dann schaffen sie auch mehr, fokussieren Sie sich auf

3 Tage und wer drei Tage schafft, der kann auch noch mehr

3 Wochen – wer 3 Wochen packt, der schafft auch den nächsten Schritt

3 Monate und der kann dann auch

3 Jahre!

VIEL ERFOLG!!!

Gemäß dem oben angeführten Prinzip habe ich, wie immer am Jahresende, die Medien bedient und wenn Sie möchten können Sie das Interview, dass ich dazu bei Rock Land Radio gegeben habe, hier anhören